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Ausstellung
Michael Franke
Axis Mundi
In der Engelsburg
Eröffnung: 4. Oktober 2005, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 4. Oktober bis 4. Dezember 2005
Der historische Topos der von Norden ausgehenden Italienreise ist das
Motiv eines großformatigen Bilderzyklus, der erstmalig im Oktober
2005 der Engelsburg in Rom präsentiert wird. Fünfzig Arbeiten
des deutschen Malers Michael Franke werden in den Sälen des Museo
Nazionale di Castel Sant'Angelo gezeigt.
Inspiriert von Goethes italienischer Reise und der Komplementarität
deutscher und italienischer Geisteswelt, thematisiert die Gemäldesequenz
in bildgestalterischer Symbolik die Fortentwicklung des Weges nach Rom,
als archetypischen Parcours, als Innbild der nord-südlichen Gegensätzlichkeit
und Ausdruck einer axialen Bipolarität in der europäischen
Anima. Rom als ewige Stadt und "Caput mundi", als Quelle der
Verbreitung antiker Kultur erscheint als Höhepunkt und Pilgerziel
des Reisenden. Der Weg in die "Hauptstadt der Welt" durch
Licht, Landschaft und Architektur, spiegelt zugleich einen Weg in das
Innere und zu den Ursprüngen abendländischer Kultur. Die Reise
als Sinnbild geistiger und geographischer Zusammenführung der nord-südlichen
Gegenwelten, spiegelt den Gedanken der Einheit Europas, dessen lebendige
Vereinigung den europäischen Genius in seiner ganzheitlichen Erfüllung
hervortreten lässt. In diesem Zusammenhang besteht auch der Gedanke,
das Projekt in Verbindung mit dem 15. Jahrestag der Wiedervereinigung
Deutschlands zu präsentieren.
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Sopraintendenza del Polo
Museale Romano organisiert. Sie wird von Prof. Claudio Strinati kuratiert
und steht unter der Schirmherrschaft der Botschaft
der Bundesrepublik Deutschland Rom.
Ausstellungskatalog mit Texten von Prof. Claudio Strinati, Prof. Dr.
Dieter Ronte, Ursula Bongaerts und Prof. Dr. Aldo Venturelli.
Museo Nazionale di Castel
Sant’Angelo
Lungotevere Castello, 50
00100 Roma
Tel 0639967600
Öffnungszeiten: 9.00 bis 19.00 Uhr.
Montags geschlossen
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